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Schmerzsprechstunde

Die Therapie von Schmerzen war wohl die ursprünglichste und sollte auch heute noch eine der wichtigsten Aufgaben der Ärzte sein. Der akute Schmerz (z. B. bei Berührung eines heissen Gegenstandes) hat eine sinnvolle und lebenserhaltende Funktion, welche den Organismus warnt und schützt. Eine solche Schmerzwahrnehmung löst eine entsprechende Schutzreaktion aus (Wegziehen der Hand). Durch eine schmerzbedingte Ruhigstellung, kann die Wundheilung einer verletzten Extremität gefördert werden. Ein akuter Schmerz wird psychisch meist gut verarbeitet, und ist für den Betroffenen nachvollziehbar und verständlich.

 

Im Gegensatz hierzu steht der chronische Schmerz - ein Schmerz der länger als 3 bis 6 Monate besteht. Der chronische Schmerz wird zur eigenständigen Krankheit. Er hat seine Melde-, Schutz und Heilfunktion verloren. Mit dem Begriff der Chronifizierung wird versucht, somatische, psychologische und soziale Faktoren zu erfassen, die zur Ausbildung eines chronischen Schmerzeszustandes führen. Folgen sind die zunehmende Beeinträchtigung der eigenen Lebensqualität, depressive Verstimmung, Reizbarkeit, eingeengte Interessen und die Belastung des sozialen Umfeldes, insbesondere der Familie. Die Aufmerksamkeit wird von der Umwelt weg auf den eigenen Körper gerichtet. Chronische Schmerzzustände sind für den Menschen nur schwer nachvollziehbar und finden nur wenig Verständnis.

 

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin am Kantonsspital St.Gallen nimmt im Rahmen des Schmerzzentrums eine zentrale Rolle bei der Behandlung chronischer Schmerzzustände ein. Zum vereinbarten Termin nehmen wir uns genügend Zeit, um mit Ihnen die Krankheitsgeschichte zu erstellen, eine symptomorientierte Untersuchung vorzunehmen und einen Therapieplan zu erstellen. Bei Bedarf ziehen wir auch kompetente Ärzte und Therapeuten anderer Fachrichtungen in die Behandlung mit ein (= interdisziplinäre Zusammenarbeit).

 

Die Interventionelle Schmerztherapie.

Die Interventionelle Schmerztherapie

Unter diesem Begriff werden vor allem periphere Nervenblockaden, Nervenwurzelblockaden (Blockaden bei Austritt der Nerven aus dem Rückenmark), Sympathikusblockaden (Blockade des vegetativen Nervensystems) und Rückenmarksnahe Blockaden (Injektion von Medikamenten in der Nähe des Rückenmarkes) zusammengefasst.

 

Die Interventionelle Schmerztherapie

Prinzipiell unterscheidet man eine diagnostische von einer therapeutischen Blockade. Bei der diagnostischen Blockade werden einzelne Nerven für eine begrenzte Zeit betäubt, um ihre Beteiligung an den Schmerzen eines Patienten nachzuweisen bzw. auszuschliessen. Zu diesem Zweck werden Lokalanästhetika (lokales Betäubungsmittel) injiziert. Um ein Ergebnis zu verifizieren, werden die diagnostischen Blockaden zwei- bis dreimal, zum Teil mit verschiedenen Lokalanästhetika, wiederholt.

 

Bei der therapeutischen Blockade wird neben dem Lokalanästhetikum, meist zusätzlich noch ein Kortisonpräparat injiziert. Dieses führt, insbesondere bei entzündlich veränderten Strukturen, zur Abschwellung und einer damit verbundenen Schmerzlinderung.

 

 

 

Die Interventionelle Schmerztherapie

Um eine gezielte Ausschaltung bzw. Behandlung des oder der betreffenden Nerven sicherzustellen, ist für die Durchführung dieser Blockaden ein bildgebendes Verfahren (Röntgen-Durchleuchtung, Ultraschall oder Computertomogramm) notwendig.

Schmerzzentrum Kantonsspital St.Gallen

Das interdisziplinäre Team, bestehehnd aus Fachpersonen der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin, der Klinik für Neurochirurgie, des Palliativzentrums, der Klinik für Psychosomatik und der Klinik für Rheumatologie arbeitet in gemeinsamen Räumlichkeiten im Haus 33.

 

Eine zentrale Funktion erfüllen ebenfalls die Bereiche des ZEP (Zentrum für Erg- und Physiotherapie), des Beratungs- und Sozialdienstes und das Departement Pflege.

 

Weitere Informationen sind auf der Homepage (www.schmerzzentrum.kssg.ch) einsehbar, resp. im Flyer nach zu lesen.

Servicespalte

Kantonsspital St.Gallen

Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin
Rorschacher Strasse 95
CH-9007 St.Gallen
Telefon +41 71 494 15 02