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Intensivbehandlung

Die Intensivbehandlung

1.Venenkatheter, 2.Magensonde, 3.Blutdruckmessung, 4.Blasenkateter

Nach einer schwierigen und langen Operation kann es vorkommen, dass Sie auf eine Intensivbehandlungsstation verlegt werden. Hier beobachten und überwachen wir Sie laufend. Wir unterstützen und halten Ihre lebenswichtigen Funktionen aufrecht. Ist ein Aufenthalt auf einer Intensivbehandlungsstation wahrscheinlich, wird Ihr Anästhesiearzt dies vorher mit Ihnen besprechen.

 

Wenn Sie auf der Intensivstation aufwachen, kann es sein, dass Sie noch einen Beatmungsschlauch (Tubus) im Mund haben. Sie können in dieser Situation nicht sprechen. Es wird ständig eine Fachpflegekraft an Ihrem Bett sein, die diese Situation kennt und weiss, wie sie Ihnen helfen kann.

 

Gelegentlich kann Mundtrockenheit, eventuell auch ein Durstgefühl auftreten. Dürfen Sie noch nicht trinken, wird Ihr Mund mit künstlichem Speichel befeuchtet.

Oft wird Ihnen während der Narkose ein Blasenkatheter gelegt. Sie können dann das sehr unangenehme Gefühl haben, Wasser lassen zu müssen, obwohl der Urin über diesen Katheter abfliesst und die Blase leer ist.

 

Bei Störungen der Atmung kann es notwendig sein, Sie so lange künstlich über den Tubus zu beatmen, bis sich Ihre Lunge wieder erholt hat. Die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung kann einige Zeit, d.h. Stunden bis Tage dauern. Die maschinelle Atemhilfe wird dann langsam reduziert, immer soviel, dass Sie keine Atemnot haben. Ist Ihre Eigenatmung dann über eine kurze Zeit ausreichend, kann der Tubus meist rasch entfernt werden.

Leichtere Störungen der Atmung werden mit einer Atemmaske behandelt, die Ihnen zeitweise fest über Mund und Nase aufgesetzt wird. Das dadurch gelegentlich hervorgerufene Druckgefühl im Gesichtsbereich ist leider unvermeidlich. Über diese Atemmaske wird Ihnen zusätzlicher Sauerstoff zugeführt.

 

Wenn Sie längere Zeit (über mehrere Tage bis mehrere Wochen) nicht essen können oder dürfen, werden Sie nach einigen Tagen künstlich ernährt. Meist geschieht dies über eine Magensonde, die über ein Nasenloch und die Speiseröhre in den Magen vorgeschoben wurde (meist bereits in der Narkose). Nur wenn Ihr Magen oder Ihr Darm nicht richtig arbeiten, d.h. keine feste Nahrung den Magen-Darm-Trakt belasten darf, erfolgt Ihre Ernährung über einen zentralen Venenkatheter mit Nährstoff-Infusionen direkt in Ihr Blut.

 

Zur Kontrolle und Behandlung des Kreislaufs kann eine intensive und ständige Überwachung wichtiger Kreislaufgrössen nötig sein. Dazu werden dünne, flexible Kunststoffschläuche (Katheter) in Arterien und Venen (z.B. zentrale Venenkatheter, Lungenschlagaderkatheter) gelegt. Diese Katheter belästigen Sie meist nicht gross.

 

Über weitere Intensivbehandlungsmassnahmen, die unter Umständen erforderlich sein werden, sowie über die Risiken einer Intensivbehandlung, wird Sie Ihr Anästhesiearzt gerne ausführlich informieren.

 

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Abteilung für Intensivbehandlung des Chirurgischen Departements.

Servicespalte

Kantonsspital St.Gallen

Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin
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